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    <title></title>
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      <title>Infinite Matrjoschka (als Ruhekissen)</title>
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      <pubDate>Thu, 2 Sep 2010 13:32:03 +0200</pubDate>
      <description>Betrachte dich selbst. In einer deiner Rollen. Zum Beispiel in Deiner Rolle als Mensch. Als Frau. Als Freundin. Als Mutter. Als Tänzerin. Als Was-auch-immer. Wir alle sind - abhängig von unserer Sensibilität und unserer Ehrlichkeit und selbst gegenüber – mehr oder weniger gut in der Lage, diesen Standpunkt des Beobachters unserer Selbst einzunehmen. Und dieses „Selbst“ zu beschreiben.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber welches Selbst beurteilt das Verhalten beispielsweise der Tänzerin Lisa? Die Frau Lisa. Gut. Und das Verhalten der Mutter Lisa? Der Mensch Lisa. Gut. Und das des Menschen Lisa? Die Analytikerin Lisa. Auch gut. Alles in deinem Leben, jede Rolle, jede Facette, kannst du quasi von außen betrachten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Betrachte jetzt: die Analytikerin.&lt;br/&gt;Die Außenbetrachterin. &lt;br/&gt;Sie und ihr Urteil über den Menschen Lisa. Damit hast du eine neue Position eingenommen, nämlich wieder die einer Außenbetrachterin. Nennen wir sie die Meta-Analytikerin. &lt;br/&gt;Und nun betrachte diese.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Kürzen wir hier ab: Es gibt immer wieder eine neue Matrjoschka, eine Puppe in der Puppe, eine nächste Betrachterin. Allerdings immer eine, die sich Deiner Betrachtung erfolgreich entzieht. Denn nimmst du eine neue Position außerhalb von dir ein, wirst du immer wieder zu einer neuen Betrachterin.&lt;br/&gt;Du kommst nicht ans Ziel: Die letzte, die dich betrachtet, kriegst du nicht zu fassen. Aber dass sie existiert, daran besteht kein Zweifel.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wieso das ein Ruhekissen sein soll?&lt;br/&gt;Na ja ... nur für den Fall, dass Du irgendwann nicht nur dein temporäres „Ich“, sondern alles für endlich und vergänglich hältst.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Nicht funktioniert nicht</title>
      <link>http://www.quintessenzen.net/quintessenzen/Quintessenzen_Blog/Eintrage/2009/9/18_Nicht_funktioniert_nicht.html</link>
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      <pubDate>Fri, 18 Sep 2009 13:55:57 +0200</pubDate>
      <description>Und zwar nie. Das weißt Du natürlich, weil Dich im Alter von zirka sieben Jahren mal jemand gebeten hat, nicht an blaue Affen zu denken - und Du verblüfft warst, wie sehr du in genau dem Augenblick an gar nichts anderes mehr denken konntest als an blaue Affen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Zu wissen, dass ein „nicht“ in Gedanken und Formulierungen grundsätzlich das Gegenteil von dem bewirkt, was es soll, ist aber überaus hilfreich. Wir sind unsere Gedanken, und du bist gut beraten, das „nicht“ zu meiden wie Beelzebub die Weihrauchtabletten. Statt „Ich bin nicht neidisch!“ denke „Ich bin zufrieden“, statt „Ich will nicht mehr krank sein“, denke „Ich bin gesund“. Gern auch ein paar Tage in die Zukunft, denn Dein Gehirn und dein Körper haben kein Problem damit, sich zügig deinen Gedanken anzupassen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ach ja, und falls Du irgendwann Gelegenheit hast, tu etwas wahnsinnig Nützliches und sorg dafür, dass dieses dicke Buch umgeschrieben wird, das so vielen von uns als moralischer Leitfaden gilt. Denn „Du sollst nicht töten“ leistet deutlich Schlimmeres als „Du sollst alles Leben bewahren“, und „Du sollst nicht begehren deines nächsten Haus, Weib und Kram“ weniger als „Sei glücklich und zufrieden mit dem, was Du hast.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und fortan erinnere Dich möglichst durchgehend nicht an diesen Rat.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Schlag Schicksal</title>
      <link>http://www.quintessenzen.net/quintessenzen/Quintessenzen_Blog/Eintrage/2009/7/10_Pausenzeichen.html</link>
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      <pubDate>Fri, 10 Jul 2009 17:40:10 +0200</pubDate>
      <description>„Schicksalsschlag“ klingt immer nach einem sehr persönlichen Angriff. Dabei schlägt das Schicksal rund um die Uhr, aber meistens daneben. Beziehungsweise: anderen ins Leben.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Trifft es einen dann doch, und zwar voll, ist das natürlich ärgerlich, aber nicht ungerecht oder unbegreiflich. „Warum ich?“ ist die völlig falsche Frage, die Gegenfrage darf lauten „Warum nich?“, wahlweise „Warum erst jetzt?“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Da jeder von uns irgendwann mehr oder minder granatenartig getroffen wird und irgendwas Wichtiges verliert (z. B. seinen Job, sein Geld, sein Herz, geliebte Menschen oder geliebte Körperteile), hilft es tatsächlich, sich auf dem unversehrten Weg allabendlich wenigstens sekundenlang klar zu machen, was heute wieder alles nicht schief gegangen ist. Es ist wieder keiner deiner Vorderreifen auf der Autobahn geplatzt, es hat sich wieder kein Organ endgültig aufgehängt, und der faustgroße Komet, auf dem dein Name stand, ist schon wieder in den Acker 40 Meter weiter links gerasselt. Unwahrscheinlich, aber wahr. Und unwahrscheinlich schön.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Diese kleine, nicht sonderlich aufwendige Übung verhilft nicht nur zu einem Lächeln beim Einschlafen, sondern auch nach dem unvermeidlichen Schicksalsschlag zu größerer Gelassenheit. Du wirst dich wundern, wie gründlich nach diesem Moment die Erinnerung an deine eigene zurückliegende Dankbarkeit einholt. Und du wirst wissen, dass Du ein ausgesprochen glückliches Leben hattest. (Nein, ich sage nicht, dass dieses jetzt sozusagen vorbei ist. „Hoffnung“ steht auf einem anderen Blatt, siehe dort.)&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Fang nicht erst nach dem Schicksalsschlag an, dich an dein glückliches Leben zu erinnern. Das wäre bloß ein Rezept für alles vernichtende Bitterkeit, und die brauchst du – gerade danach – so dringend wie ein Loch im Kopf. Vergegenwärtige Dir täglich Dein Glück und zehre davon, wenn es Dich vorübergehend verlässt.&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Leben ist Lernen?</title>
      <link>http://www.quintessenzen.net/quintessenzen/Quintessenzen_Blog/Eintrage/2008/12/15_Leben_ist_Lernen.html</link>
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      <pubDate>Mon, 15 Dec 2008 14:00:36 +0100</pubDate>
      <description>Das wirst du gelegentlich hören, und meist mit enttäuschtem Tonfall hin-gesagt, bestenfalls tröstendem. So ist das eben. Mit dem Leben. Man lernt. Lektionen für Leib und Seele, alles.&lt;br/&gt;Klingt gut, oder? Stimmt aber nicht.&lt;br/&gt;Denn da unsere Seelen, wie wir alle wissen (na gut, wir alle, also alle, die mal drüber nachgedacht haben), unsterblich sind, wissen unsere Seelen mehr oder weniger alles. Zu lernen gibt’s da wenig, wohl aber etwas zu erinnern. &lt;br/&gt;Drum erinnere Dich gelegentlich daran, dass Leben Erinnern ist. Nämlich dich selbst daran, wer du bist und welches Wissen du besitzt, tief in deinem Herzen.&lt;br/&gt;Dass du das vergessen hast, ist nachvollziehbar, schließlich befindest du dich in einer außerordentlich ablenkenden Gegend. Aber vielleicht schaffst du es gelegentlich, den Lärm auszuschalten und die nebensächlichen Fragen deines Alltagslebens und in deinen Erinnerungen zu kramen. Denen, die du eigentlich gar nicht haben kannst, weil sie aus einem Leben zu kommen scheinen, das du selbst gar nicht bewusst gelebt hast. Du wirst überrascht sein, wie genau Du Dich erinnerst, was wahr, gut und wichtig ist. Und wenn mich nicht alles täuscht, wirst du in diesen Erinnerungen viel Trost finden, denn sie weisen den Weg in die Zukunft.&lt;br/&gt;Es gibt so vieles, was Du nicht lernen musst. Du musst dich nur erinnern, was du längst weißt.&lt;br/&gt;</description>
    </item>
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      <title>Soll und Haben auf dem Energiekonto</title>
      <link>http://www.quintessenzen.net/quintessenzen/Quintessenzen_Blog/Eintrage/2008/9/18_Soll_und_Haben_auf_dem_Energiekonto.html</link>
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      <pubDate>Thu, 18 Sep 2008 08:55:45 +0200</pubDate>
      <description>Energie regiert die Welt. Ohne Energie wächst nichts, gedeiht nichts, kommst du nicht mal aus dem Bett. Ohne Energie ist alles nichts.&lt;br/&gt;Auch wenn du es bislang noch nicht bemerkt hast: Du verfügst über ein Energiekonto, das deinem profanen Girokonto durchaus ähnelt. Dafür, dass du jeden Morgen an deinem Lebensplatz erscheinst, erhältst du ein Gehalt, und auf der Soll-Seite deines Kontoauszugs stehen all die vielen kleinen Positionen, die dich Energie kosten. Liebeskummer, Unzufriedenheit, Daueraufträge an Energievampire.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Ein- und Ausgänge sind nicht von Gott gemacht oder in Stein gemeißelt. Du kannst sowohl die Energiezufuhr verändern als auch den Abfluss von Mitteln, indem du deine Lebenssituation veränderst. Du kannst dir eine tägliche Beschäftigung suchen, für die man dir mehr Energie überweist, genauso kannst du deine Ausgaben kürzen, indem du die Wohnung wechselt, ein paar Abos weglässt oder den nächsten Urlaub mit dir selbst verbringst. Zudem gibt´s in der Welt der Energiefinanz haufenweise Zweitjobs. Man wird zum Beispiel dafür bezahlt, still auf dem Boden zu sitzen und an nichts zu denken. Oder dafür, eine halbe Stunde lang einfach mit geschlossenen Augen im Wind zu stehen. Oder sich auf den Rücken zu legen und in einem salzigen Meer treiben zu lassen. Man wird sogar dafür entlohnt, sich immer wieder dieselbe Musik anzuhören. Oder dafür, dass man einfach ans Jetzt denkt und nicht an gestern oder morgen. Es gibt Unmengen Möglichkeiten, seine Einnahmen deutlich zu erhöhen, und die meisten erfordern wenig Zeit und keine Steuern. So gesehen, ist die Energiewelt das Paradies. Oder zumindest eine Oase.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Schattenseite ist, dass es kein Festgeldkonto gibt. Du kannst von einem Guthaben aus einst erhaltenen Energien eine Weile leben, aber nicht von den Zinsen darauf. Energie wird weniger, wenn sie ungenutzt bleibt. &lt;br/&gt;Zinsen fallen nur an, wenn du dein Konto überziehst. Was relativ rasch passiert, wenn du über deine Verhältnisse lebst, also mehr Energie abgibst, als du erhältst.&lt;br/&gt;Solltest du also ins Minus rutschen, schau dir die Zahlungen und Eingänge auf deinem Konto genau an und korrigiere, was du musst, ehe das Defizit zum Dauerzustand wird. Diese Korrektur wird möglicherweise nicht angenehm, aber auch im Energieleben gilt, dass du nicht langfristig über deine Verhältnisse leben kannst. Und im Gegensatz zu deiner freundlichen Bank im Hier, die sich mit 20% Überziehungszinsen zufrieden gibt, hast du es in der Energiewelt mit Verleihern zu tun, die nicht davor zurückschrecken, dich im Insolvenzfall krankenhausreif zu schlagen oder einfach umzubringen. Sie lassen es allerdings immer wie einen Unfall aussehen oder wie einen  natürlichen Tod durch Krankheit, Schlaganfall oder Herzinfarkt. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description>
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